Therapie und Beratung bei ADHSStimulierende Medikamente wie Ritalin® oder andere Amphetamin-Präparate können Kinder mit einer ADHS nicht gesund machen. Die Systemische Therapie möchte die Komplexität der Störung erfassen und dem Kind die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, Handlungsplanung und Impulskontrolle vermitteln. Einige bewährte Herangehensweisen aus der systemischen und familientherapeutischen Praxis, die modifiziert auch für Erziehung und Jugendhilfe hilfreich sind, werden vorgestellt und diskutiert.
Inhalte:
- ADHS – spezifische Anamneseerhebung Frühe Regulationsstörungen/Kindliche Vulnerabilität Prägung des elterlichen Erziehungsstiles
- Charakteristik der ADHS-Konstellation ADHS-Attribut/Neurotransmitter/“Schnell-feuerkultur“ Familiäre Faktoren in der Drei-Generationen-perspektive Institutionelle Faktoren in Kita und Schule
- Systemische Therapie/therapeutische Kommunikation mit der Familie und mit dem Kind mittels Dekonstruktion der Defizitorientierung Therapeutische Kommunikation mit Kita und Schule
- Entwicklung der Impulskontrolle Wandel des Erziehungsstiles Wandel der familiären Interaktionen Kindzentrierte Interaktionen/PC-Training mit „TAIL“
- Methoden:
- Referate zu Neurobiologie des ADHS
- Arzneiwirkungen und systemische Therapie
- Video-Demonstrationen
- praktische Übungen
Zielgruppe: MitarbeiterInnen aus psychosozialen/ pädagogischen Arbeitsfeldern, Eltern und Interessierte
- Fallanalyse (Literatur auf Anfrage)
Veranstalter: Zentrum für lebenslanges Lernen
Termin: 04. – 05.12.2009, jeweils 10.00 – 18.00 UhrOrt: Haus Nazareth, 54484 Maring-NoviandLeitung: Dr. Helmut BonneyKosten: 240,– € inkl. Verpflegung und Pausengetränken