Die Agrarpolitik in Europa ist in den vergangenen dreißig Jahren mehrmals überarbeitet worden. Doch von Eintracht mit der Gesellschaft kann keine Rede sein. Seit der Reform von 1991 beziehen sich die Entscheidungsträger der Europäischen Agrarpolitik zwar in zunehmendem Maße auf die öffentlichen Diskussionen über Landwirtschaft, Agrobusiness und Agrarpolitik. Aber einbezogen wurden die Anliegen der Bevölkerung bisher nur unzureichend.Die historischen Begründungen für die Zahlungen greifen nicht mehr. Es wird nicht reichen, sich für die alten, oft fehlgeleiteten Zuteilungen neue Begründungen zu suchen. Das derzeitige System der Mittel-Zuteilung muss beendet und durch ein an den gesellschaftlichen Leistungen der Betriebe orientiertes ersetzt werden.
Die Tagung wird sich mit den Agrar-Förderprogrammen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen beschäftigen und überlegen, welche Forderungen an eine zukünftige Förderpolitik der EU für die Landwirtschaft aus gesellschaftlicher Sicht gestellt werden müssen.
Veranstalter: Ausschuss für den kirchlichen Dienst auf dem Land (ADL) und Katholische Landvolkbewegung (KLB)
Termin: 28.10.2010, 10.00 – 16.00 UhrOrt: Kloster MarienthalLeitung: Claudia LeibrockKosten: 20,– € (inkl. Verpflegung)